Zuchterfolge

Der größte Zuchterfolg des Haflinger Pferdezuchtverbandes Tirol ist jedes einzelne Pferd im gesamten Verbandsgebiet, denn es ist seit dem Jahr 1946 gelungen die Haflinger-Rasse in Tirol in Reinzucht vom kleinen gedrungenen durch Massenvermehrung entstandenen Nachkriegspferd zum modernen und eleganten Freizeitpferd in der gewünschten Größe und Farbe umzuzüchten. Ein weiterer Zuchterfolg der Tiroler Züchterschaft ist die Verbreitung des Haflingers von Tirol in die ganze Welt und dass aus diesem Zuchtgebiet Haflinger in über 60 Staaten und auf alle Kontinente und damit auch in alle Klimagebiete verkauft werden konnten. Wo auch immer die Rasse in der heutigen Diskussion oft missverstanden seinen Ursprung hat ist unbestritten, nämlich Tirol. Zu Zeiten der Entstehung der Rasse waren Süd-, Ost- und Nordtirol ein einziges Tirol in der KuK Monarchie Österreichs. Die Trennung erfolgte nach dem Ersten Weltkrieg und damit kam es auch zu einer Stagnation in der Entwicklung des Haflingers. Die Entwicklung zur Weltpferderasse wurde dann erst 1946 durch den Haflinger Pferdezuchtverband Tirol und das Verbandsgestüt Fohlenhof Ebbs in alle Welt erfolgreich fortgesetzt. Das Erreichen des heutigen Modells und die Verbreitung der Rasse in alle Welt sind die zwei größten Erfolge des Haflinger Pferdezuchtverbandes Tirol.

Pferde aus dem Haflinger Pferdezuchtverband Tirol, entweder im Tiroler Besitz oder aus Tirol verkauft, dominieren alle wichtigen Zuchtveranstaltungen dieser Welt. Auf fast jeder Schau in den verschiedenen Ländern der Welt sind typvolle Modelle mit viel Bewegung und gleichzeitig Charme aus Tiroler Zucht oder aus Hengsten vom Verbandsgestüt Fohlenhof Ebbs. Gerade diese haben gesamte Zuchtgebiete in nur einer Generation positiv beeinflusst und verändert. Selbstverständlich gehören auch die Stuten dazu und über 100 Stutfohlen in beinahe 50 Jahren Auktion jährlich, haben aber auch von weiblicher Seite die Welt-Haflinger-Zucht massgeblich beeinflusst.

Pferde aus dem Tiroler Verband haben seit den ersten Welt- und Europaausstellungen, die alle fünf Jahre stattfinden, alle diese Veranstaltungen sowohl bei den Hengsten als auch bei den Stuten gewonnen. Die verschiedenen Siegerpferde haben dabei aber nicht nur in ihrem Modell überzeugt, sondern sie konnten auch alle bei Leistungsprüfungen hervorragend abschneiden, sind auf vielen Turnieren erfolgreich und haben vor allem aber ihre Durchgezüchtetheit und genetische Sicherheit dadurch bewiesen, dass auch ihre Nachkommen zu Weltsiegern in der Folge wurde. Erfolge in der Jugend auf Schauen haben dann in der Folge tolle Modelle in der Nachzucht gezeigt. Zufallsprodukte kann man in Tirol bei Ausstellungserfolgen kaum finden. Eine konsequente Zuchtarbeit und harte Selektion statt Massenvermehrung waren die Grundlage dazu. 

                      
1990 wurde der erste Weltsiegerhengst der Hengst 1338 Afghan II, heute weist er 1500 Belegungen und Nachkommen in aller Welt auf. Im gleichen Jahr wurde die Stute Penny Siegerstute und eine Tochter von ihr wurde heuer Gesamtsiegerstute der Schau im Wipptal.

1994 fand die erste Haflinger Europaschau in Luxemburg statt, dort gewann die Stute Rimalda aus dem Tiroler Zuchtgebiet und sie dominierte mit ihrer Nachzucht die nächsten zwei Weltausstellungen, darunter einige Klassensieger.

1995 wurde der Afghan-Sohn liz.101/T Amadeus erster Nachfolger als Weltsieger. Auch er weist über 1500 Nachkommen auf und seine Nachzuchtsammlung dominierte die Haflinger Weltausstellung 2005 mit den meisten Klassensiegern und Ia Pferden. Gesamtsiegerstute wurde auch hier die Stute Rimalda.

                        

1998 bei der Haflinger Europaschau in Luxemburg gewann erstmals liz.200/T Abendstern, der in Folge alle großen Schauen bis 2008 gewann. Auch er konnte mit seiner Nachzucht inzwischen überzeugen, darunter die Gesamteuropasiegerstute Aisha. Bei dieser Europaschau waren von 199 Haflingern aus 10 Nationen, 17 aus Tirol, darunter 11 Klassensieger und 5 Klassenreservesieger. Gesamtsiegerstute wurde Dorata, deren Tochter im Jahr 2005 Gesamtsiegerstute bei der Weltausstellung bei den Jungstuten wurde.

Im Jahr 2000 wurde liz.200/T Abendstern auch erstmalig Weltsieger und Dorata wurde nach ihrem Sieg bei der Europaschau auch Weltsiegerstute. Erstmalig waren dabei zwei Vollgeschwister Gesamtsiegerpferde.

2003 bei der Haflinger Europaschau, war wiederum liz.200/T Abendstern erfolgreich, Siegerstute wurde die Vollschwester von Dorata und von Abendstern, die Stute Dematteo. Diese Beiden gewannen dann in der Folge auch die Haflinger-Weltausstellung 2005. Konstanz in Typ und Modell, nicht nur bei einer Schau, sondern über Jahre, zeugen von der Qualität der Tiroler Pferde.

Die Haflinger Weltausstellungen seit dem Jahr 1990 sind immer Höhepunkt in der Leistungspräsentation der Zucht. 1000 Haflinger Pferde machen diese Veranstaltung zur größten Rasseschau der Welt, ein weiterer Beweis für die Qualität des reingezogenen Haflingers als Weltpferderasse.

           


International

Aber auch international wurden in allen Zuchtgebieten der Welt in den letzten Jahrzehnten dominant Tiroler Haflinger Sieger, sei es in Italien, den Niederlanden, der Schweiz, Belgien, Australien, Luxemburg, Großbritannien, den USA u.v.m. Auch die höchsten Bedeckungszahlen durch die bekanntesten Zuchthengste Deutschlands sind von Hengsten Tiroler Abstammung. In den Bildern zu sehen sind Allacher, nationaler Sieger in den Niederlanden und Belgien, Antinor, der bekanntestes Zuchthengst Italiens, Apetlon aus Frankreich und Nottinghill aus Deutschland. Zum Abschluss die nationalen Sieger aus Luxemburg, Newlook und Amtsrat.

       

In allen Zuchtgebieten sind die Original reingezogenen Tiroler Haflinger für ihre Weltklasse berühmt und bürgen für Qualität. Sieger aus Tirol sind überall selbstverständlich und daher gilt Ebbs auch als das Weltzentrum der Haflinger. Die Selektion der Tiroler Hengste über mehrere Generationen im Hinblick auf Qualität, Größe, Farbe, Fruchtbarkeit usw. sind dafür verantwortlich, dass der Zuchterfolg kein Zufall ist, sondern aus züchterischem Denken in Generationen kommt. Dass die Hengste auch nicht über Jahre gezielt auf einen Körungstag vorbereitet werden, speziell gefüttert und trainiert, sondern in der Herde bis zum Tag der Körung gemeinsam aufwachsen, ist ein weiterer Erfolgsgarant. Keine Blender die täglich schlechter werden, sondern Hengste die am Anfang ihrer Entwicklung stehen und sich kontinuierlich verbessern, das sind die Hengste aus Tirol.