|
Tiroler
Hengstkörung 2007
Siegerhengst
liz.350/T Stainz aus dem Ötztal
bleibt trotz zahlreicher Angebote aus dem Ausland in Tirol
Traditionell
ist der züchterische Auftakt
eines jeden Jahres die Hengstkörung, die im Jubiläumsjahr 60 Jahre Fohlenhof
Ebbs, von einer noch nie dagewesenen Zuschauermenge aus aller Welt begeistert
verfolgt wurde. Für die Präsentation der 20 besten Hengste, die über 3
Jahre auf dem Fohlenhof aufgezogen wurden und aus allen 500 Hengstfohlen Westösterreichs
ausgesucht wurden, kommen über 1000 interessierte Beobachter aus aller Welt
in das Haflinger-Zentrum nach Ebbs. Die
3-jährigen Junghengste werden dabei erstmals einer breiten Züchterschaft
vorgestellt und die zukünftigen Vererber ausgewählt. Seit hunderten Jahren
ist diese Auswahl für Zuchthengste in allen Rassen und in ganz Europa einer
der wichtigsten Tage eines Zuchtjahres. Die Hengstkörung des Tiroler
Haflinger Pferdezuchtverbandes ist dabei der wichtigste Körtermine dieser
Rasse weltweit. Tirol gilt unbestritten als Blutquelle für die internationale
Haflinger Zucht und die Bedeutung
der Körung, die jährlich in Ebbs am 1. Samstag im Februar stattfindet, wird
dadurch verständlich. Zuchtexperten aus den USA, Großbritannien, Dänemark,
Schweden, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Schweiz, Deutschland,
Italien und natürlich ganz Österreich waren nach Ebbs gekommen, um der
Auswahl der neuen Deckhengste beizuwohnen.
In
der üblichen Weise wurden die Hengstanwärter vorerst der Kommission,
bestehend aus Verbandsgeschäftsführer Johannes
Schweisgut, Verbandsobmann Hans Strobl, Verbandsobmannstellvertreter Romed
Posch, Ing. Walter Werner von der ARGE Haflinger, dem Amtstierarzt Dr. Peter
Kastlunger sowie Tierzuchtdirektor DI Rudolf Hußl, vorgestellt.
Siegerhengst
wurde der Hengst liz.350/T Stainz,
gezüchtet von August Leiter aus Niederthai. Dieser Weltklassehengst wird die
nächsten Jahre im Zuchtgebiet
Tirol am Fohlenhof in Ebbs zum Deckeinsatz kommen.
Der Haflinger Pferdezuchtverband Tirol hat diesen Ausnahmehengst trotz
zahlreicher Angebote aus mehreren Ländern nicht zum Verkauf angeboten,
sondern will mit diesem Hengst eine noch stärkere Qualitätsverbesserung im
eigenen Land erzielen. Reservesieger
wurde der Hengst liz.351/T Almnebel gezogen von
Hannes Volgger aus Mils, der in Zukunft in Großbritannien für Qualitätsverbesserung
sorgen wird. Auch die weiteren hinter diesen beiden Hengsten Gereihten, sind
in viele Länder Europas verkauft worden, darunter nach Frankreich,
Deutschland, Schweden, Belgien und England. Die Körung in Ebbs hat wiederum
bewiesen, dass der Fohlenhof nicht nur geistiges Weltzentrum der
Haflinger-Zucht ist, sondern dass für alle 60 Nationen die Haflinger züchten,
die Hengste aus dem Fohlenhof nach wie vor Weltspitze bedeuten. Die Ebbser
Hengste sind weltweit gefragt und sorgen bei den 250.000 Haflingern die es
weltweit gibt für die beste Nachzucht.
Die
Exterieurbeurteilung war nach der harten aber artgerechten Aufzucht, der erste
Schritt als Zuchthengst. Die Decksaison wird die erste Prüfung sein und die
Qualität der Stuten die zu den Hengsten zum Decken kommen wird eine erste
Latte für den Fohlenjahrgang legen. Als nächsten Schritt haben dann die
Hengste den Haflinger Eignungstest im September zu absolvieren und dabei
werden die Eigenschaften im Reiten, in Dressur und Springen und im Fahren von
einer unabhängigen Kommission überprüft. Der Fohlenhof Ebbs hat mit dem
heurigen Jahrgang die Latte in der Haflinger-Zucht international weiter nach
oben gelegt, nicht nur der Siegerhengst mit seiner Harmonie und aussergewöhnlichen
Exterieureigenschaften, sondern vor allem die Dichte der Qualität aller gekörten
Hengste, beweist die Führungsposition weltweit des Tiroler Zuchtverbandes.
Die Haflinger-Züchter zwischen Bregenz und Zell am See haben bei diesem
ersten Termin des Jubiläumsjahres
gezeigt, dass in allen Regionen des Verbandsgebietes, Weltklassezuchthengste
geboren werden. |