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[ Zuchtziel ] [ Zuchterfolge ] [ Weltweite Verbreitung ] [ Zuchthengste ] [ Deckstationen im Verbandsgebiet ]
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Haflinger Pferdezuchtverband Tirol |
| Rasse:
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Haflinger
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| Herkunft:
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Aus bodenständigen
Kleinpferden und dem Halbblutorientalen 133 El`Bedavi
XXII (1868) mit dem Hengst 294 Folie als Begründer der Haflinger
Rasse
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| Abstammung:
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Eine Einkreuzung mit
einem Pferd einer anderen Rasse ist nach dem Hengst
Folie, weder auf Stuten-, noch auf Hengstseite erlaubt.
Reinzucht ist eine primäre Vorgabe beim Zuchtziel des
Haflingers Pferdezuchtverbandes Tirol
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| Äußere
Erscheinung:
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| Farbe:
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Fuchsfarben vom
Lichtfuchs bis Kohlfuchs mit lichtem Langhaar.
Farbunreinheiten in der Grundfarbe,
wie Stichelhaar oder „Edelflecken“ sind unerwünscht
und werden negativ beurteilt, bis zum Ausschluss.
Farbunreinheiten im Langhaar sind unerwünscht und werden negativ
beurteilt, bis zum Ausschluss.
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| Abzeichen:
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Kopfabzeichen sind erwünscht,
aber nicht Voraussetzung, zuviel Abzeichen sind unerwünscht und können
bis zum Ausschluss führen.
Beinabzeichen sind nicht erwünscht, werden aber bis zu einem
Beinabzeichen bis halbe Schiene nicht negativ beurteilt, zwei
Beinabzeichen werden mit einem Punkt Abzug beurteilt, drei Beinabzeichen
mit 2 Punkten Abzug, vier Beinabzeichen bedeuten den Ausschluss.
Beinabzeichen über das Sprunggelenk bedeuten ebenfalls den Ausschluss.
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| Größe:
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Von 140 bis 150 cm
Sollmaß. Das Mindestmaß wird nicht unterschritten, ein Nichterreichen führt zum Ausschluss.
Das Höchstmaß kann überschritten werden,
bei entsprechend guter Exterieurbeurteilung.
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| Typ:
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Erwünscht ist das
Erscheinungsbild eines eleganten und harmonischen Pferdes.
Hierzu gehören ein trockener und ausdrucksvoller Kopf mit großem Auge,
gut geformter Hals, ein genügend langes und elastisches Mittelstück,
eine gute nicht zu abgezogene und nicht zu kurze Kruppe, eine plastische
Bemuskelung sowie korrekte, klare Gliedmaßen mit guten Gelenken.
Zuchthengste und -stuten sollen über einen deutlichen
Geschlechtsausdruck verfügen.
Unerwünscht ist, insbesondere ein
derbes, plumpes, unsportliches Erscheinungsbild, ein grober Kopf,
verschwommene Konturen, unklare Gelenke und ein derbes Fundament mit
viel Behang, sowie fehlender Geschlechtsausdruck.
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| Körperbau:
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Erwünscht ist ein
harmonischer, für ein universell verwendbares Freizeitpferd geeigneter
Körperbau.
Dazu gehören:
- Der Kopf soll edel und
trocken sein, in der Größe harmonisch zum Pferd passen, mit einem
großen nach vorne gerichteten Auge und weiten Nüstern. Der Kopf
soll auch genügend Genickfreiheit und eine korrekte Stellung des
Ohres und eine gute Ganaschenfreiheit aufweisen.
- Die Halsung soll mittellang
sein und sich zum Kopf hin verjüngen, mit wenig Unterhals und nicht zu
breit sein.
- Ein markanter, weit in den Rücken
hineinreichender Widerrist,
eine große, schräg gelagerte Schulter
und ausreichende Brusttiefe, sind die markantesten Merkmale der Vorhand.
- Der Rücken
soll mittellang und gut bemuskelt sein sowie in der Bewegung
Schwingung, Tragkraft
und Gleichgewicht vereinen.
- Für die Hinterhand
gilt eine lange, leicht geneigte, nicht zu stark abgezogene und
nicht zu stark gespaltene, kräftig
bemuskelte Kruppe. Der Schweif soll nicht zu tief angesetzt sein.
- Insgesamt gilt eine harmonische Rumpfaufteilung in Vor-, Mittel- und Hinterhand.
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Das
Fundament soll insbesondere durch eine korrekte Stellung mit
klar ausgeprägten Gelenken überzeugen,
bei einem breiten und flachen Vorderfußwurzelgelenk und einem breiten,
kräftigen Sprunggelenk.
Von hinten und vorn gesehen eine gerade
Gliedmaßenstellung, ein
von der Seite gesehen geradegestelltes Vorderbein und ein im Sprunggelenk
mit etwa 150° gewinkeltes Hinterbein sowie eine jeweils gerade
Zehenachse mit etwa 45° bis 50°
zum Boden sind erwünscht.
Die Fessel sollen lang
und gut entwickelt sein. Die
Hufe rund, klar und hart.
- Der Gang
soll möglichst korrekt, elastisch und taktrein, ohne gravierende
Fehler sein.
- Das Pferd soll über einen möglichst
guten Raumgriff verfügen,
bei nicht zu flachen Gängen.
- Insbesondere gilt ein hervorragender
Charakter ohne Mängel
und ein ausgeglichenes Temperament als Zuchtziel.
Unerwünscht
ist:
- Ein insgesamt unharmonischer Körperbau
und ein fehlender Geschlechtsausdruck.
- Ein derber oder zu großer Kopf,
eine Ramsnase aber auch ein zu breiter oder zu kleiner Kopf
sind unerwünscht. Ebenso Gebißfehler wie Hecht- oder Karpfengebiß.
Das Ohr soll nicht zu lange
sein.
- Insbesondere eine kurze, schwere
oder tief angesetzte Halsung.
- Eine kleine, steile Schulter, ein
kurzer oder wenig markanter Widerrist.
- Ein zu kurzer oder überlanger, ein
weicher oder zu straffer Rücken sowie eine feste oder aufgewölbte
Nierenpartie sowie geringe Brusttiefe und hochgezogene Flanken.
- Eine kurze oder gerade Kruppe mit
hohem Schweifansatz oder eine zu breite oder stark gespaltene
Kruppe.
- Unkorrekte Gliedmaßen; hierzu gehören
kleine, schmale oder eingeschnürte Gelenke, schwache
oder zu massive Röhrbeine und kurze, steile oder überlange oder zu
weiche Fesseln
sowie zu kleine oder zu steile Hufe, insbesondere mit nach
innen oder nach außen gerichteten
Trachten, sowie zehenenge- oder zehenweite, vorderfußwurzelenge-
oder vorderfußwurzelweite,
sprunggelenksenge- oder sprunggelenksweite Stellungen.
Weiters unerwünscht sind rück-
oder vorbiegige, steile oder säbelbeinige, kuhhessige oder faßbeinige
Gliedmaßenstellungen.
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| Bewegungsablauf:
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| Grundgangarten:
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Erwünscht sind
fleißige, taktmäßige und raumgreifende Grundgangarten (Schritt 4-Takt,
Trab 2-Takt, Galopp 3-Takt).
Der Bewegungsablauf im Schritt soll losgelassen, energisch und erhaben
sein bei klarem Ab- und Auffußen.Der Bewegungsablauf im Trab und Galopp
soll bei erkennbarer Schwebephase elastisch, schwungvoll, leichtfüßig,
getragen und mit natürlicher Aufrichtung und Balance ausgestattet sein.
Der aus aktiv arbeitender, deutlich abfußender Hinterhand entwickelte
Schub soll über einen locker schwingenden Rücken auf die frei aus der
Schulter vorgreifende Vorhand übertragen werden.
Etwas Knieaktion ist erwünscht. Insbesondere der Galopp soll einen
deutlich vorwärts-aufwärts gesprungenen Ablauf aufweisen.
Unerwünscht sind insbesondere kurze, flache und unelastische
Bewegungen bei festgehaltenem Rücken, schwerfällige, auf
die Vorhand fallende oder untaktmäßige Bewegungen sowie schwankende
und schaukelnde oder deutlich bügelnde, drehende, bodenenge, zehenenge,
bodenweite bzw. zehenweite Bewegungen und zu hohe Knieaktion.
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| Innere Eigenschaften
u. Gesundheit:
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Erwünscht ist ein
charakterstarkes, gutmütiges, robustes, vielseitig verwendbares,
leistungsbereites und leistungsfähiges, leichtfutteriges,
widerstandsfähiges, leicht akklimatisationsfähiges,
für alle Verwendungsarten geeignetes Pferd.
Insbesondere gilt dies für Reiten, Fahren, Voltigieren im
Freizeitbereich, weniger im Sportbereich, aber auch für den
Arbeitseinsatz als Zug- und Tragtier.
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| Zur
Erkennung der Leistungsveranlagung werden im Fohlenalter und im Alter von einem Jahr, vor
der Zuchtbucheintragung folgende Merkmale überprüft:
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- Charakter und Temperament
- Exterieur
- Grundgangarten (Schritt und Trab)
- Gesundheitliche Mängel
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| Stutbucheintragung
und Körung
Bei der Stutbucheintragung werden
wiederum folgende Merkmale beurteilt:
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- Charakter und Temperament
- Exterieur
- Grundgangarten (Schritt und Trab,
gewünscht auch Galopp)
- Gesundheitliche Mängel
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Bei der Körung und
Zuchtbucheintragung kann Freilaufen überprüft
werden.
Die Stutbuchaufnahme
und die Hengstkörung sind ebenso endgültige Entscheidungen wie
vorherige Zuchtbeurteilungen, die Beurteilungen
werden nicht mehr nach oben und nach unten im nachhinein und bei einer
späteren Vorführung revidiert. Ein Scheitern an der
Mindestpunkteanzahl bedeutet ein endgültiges Ausscheiden.
Die Maße für die
Zuchtbucheintragung werden im Alter von 3 Jahren genommen. Diese Maße
entsprechen den im
Zuchtziel angegebenen Mindest- und Höchstmaßen.
Ein Scheitern am Mindestmaß im Alter von 3 Jahren, bedeutet den endgültigen
Ausschluß aus dem Hauptstammbuch. Eine Vorstellung von Pferden aus dem
Zuchtgebiet Tirol ist nur bis zum Alter von 4 Jahren möglich, in diesem
Alter erhöht sich jedoch das Mindestmaß.
Ein endgültiges Maß
wird im Alter von 6 Jahren genommen und im Zuchtbuch vermerkt.
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